Hart im Nehmen

Früher hörte man oft den Satz:

„Sei hart im Nehmen.“

Und tatsächlich konnten viele Menschen Entbehrungen, Schmerzen und schwere Zeiten ertragen.

Nicht weil alles leichter war.

Sondern weil das Leben härter war.


Heute scheint sich etwas verändert zu haben.

Kopfschmerzen?

Schnell eine Tablette.

Eine schwierige Situation?

Möglichst vermeiden.

Stress im Beruf?

Lieber kündigen.

Probleme in der Ehe?

Lieber trennen.

Etwas kostet Kraft?

Dann suchen wir oft den einfacheren Weg.

Nicht mehr hart im Nehmen …

sondern häufig hart im Medikamente nehmen.

Unser Ziel scheint zu sein, jeden Schmerz zu vermeiden und jede Last sofort loszuwerden.


Doch das Leben funktioniert nicht so.

Kein Mensch kommt ohne Leid durch diese Welt.

Die entscheidende Frage ist deshalb nicht:

Wie vermeide ich jedes Leid?

Sondern:

Wer trägt mich mitten im Leid?


Genau hier zeigt Gott etwas, das diese Welt nicht kennt.

Der allmächtige Gott blieb nicht fern.

Er legte seine Herrlichkeit ab.

Er wurde Mensch.

Verletzlich.

Müde.

Hungrig.

Verachtet.

Verspottet.

Geschlagen.

Und schließlich ging er freiwillig ans Kreuz.

Nicht weil er musste.

Sondern weil er dich liebt.

Am folgenden Tag sieht Johannes Jesus auf sich zukommen und spricht: Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!

Johannes 1:29

Er wich dem Leid nicht aus.

Er trug es.

Er wich der Schuld nicht aus.

Er nahm sie auf sich.

Er wich dem Tod nicht aus.

Er besiegte ihn.


Wie anders ist doch unsere Zeit.

Sobald eine Beziehung Kraft kostet, gehen viele.

Sobald Treue etwas kostet, wird sie aufgegeben.

Sobald Nachfolge unbequem wird, sucht man einen leichteren Weg.

Doch Jesus blieb.

Bis zum letzten Atemzug.

Bis zu den Worten:

„Es ist vollbracht!“

Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und übergab den Geist.

Johannes 19:30


Das ist die frohe Botschaft.

Du hast einen Gott, der nicht davongelaufen ist, als es ihn alles kostete.

Sondern einen Retter, der bis ans Äußerste ging, um dich zu retten.

Er trug das, was du niemals hättest tragen können:

Deine Schuld.

Deine Strafe.

Deinen Tod.

Und weil er auferstanden ist, schenkt er jedem, der ihm glaubt, Vergebung, neues Leben und eine Hoffnung, die selbst im Leid nicht zerbricht.


Jesus trug freiwillig deine ganze Schuld bis ans Kreuz. Wirst du heute den entscheidenden Schritt des Glaubens auf ihn zugehen? Er ist nur ein aufrichtiges Gebet entfernt.