
Unser Leben besteht aus Entscheidungen.
Was will ich essen?
Wo will ich arbeiten?
Wohin will ich reisen?
Mit wem will ich mein Leben verbringen?
Schon als Kinder lernen wir, unseren eigenen Willen durchzusetzen.
Und oft glauben wir:
Wenn mein Wille geschieht, werde ich glücklich.
Doch wie oft hat uns genau unser eigener Wille in Schwierigkeiten gebracht?
Eine falsche Entscheidung.
Ein verletzendes Wort.
Eine zerstörte Beziehung.
Eine Sünde, von der wir dachten, sie würde uns glücklich machen.
Unser Wille ist nicht immer unser bester Ratgeber.
Deshalb ist Gott auch nicht gegen unseren freien Willen.
Im Gegenteil.
Er hat uns mit einem freien Willen geschaffen.
Doch Gott ist für den guten Willen.
Und genau darin liegt das Problem.
Denn Jesus selbst sagt:
„Niemand ist gut als Gott allein.“
Markus 10,18
Wenn nur Gott wirklich gut ist, dann ist auch sein Wille der einzig vollkommen gute Wille.
Deshalb kam Jesus Christus nicht nur, um uns unsere Schuld zu vergeben.
Er kam auch, um uns den Willen des Vaters zu offenbaren.
Denn nur Gottes Wille führt zum Leben.
Der Mensch kann Gott ablehnen.
Gott zwingt niemanden, ihn zu lieben.
Er zwingt niemanden, ihm zu vertrauen.
Und er zwingt niemanden, den Himmel zu wollen.
Darum sagt Gott am Ende gewissermaßen zu dem Menschen:
„Dein Wille geschehe.“
Wer ein Leben ohne Gott will, bekommt auch eine Ewigkeit ohne Gott.
Die Bibel macht deutlich, dass der Feuersee ursprünglich „für den Teufel und seine Engel bereitet“ wurde (Matthäus 25,41).
Gott erschuf den Menschen nicht für die Verdammnis.
Doch wer die ausgestreckte Hand Gottes dauerhaft ablehnt, entscheidet sich freiwillig gegen den, der das Leben ist.
Im ewigen Gericht wird niemand sein, der sagen kann:
„Gott hat mich gezwungen.“
Jeder wird dort sein, weil er den Ruf Gottes endgültig zurückgewiesen hat.
Wie anders sehen wir Jesus.
Kurz vor seiner Gefangennahme war seine Seele zutiefst erschüttert.
Der Schrecken des Kreuzes lag vor ihm.
Im Garten Gethsemane betete er:
„Mein Vater, ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst!“
Matthäus 26,39
Als wahrer Mensch empfand Jesus die ganze Schwere des Leidens.
Doch selbst in seiner tiefsten Todesangst stellte er den Willen des Vaters über seinen eigenen.
Warum?
Weil der Wille des Vaters deine Rettung war.
Hätte Jesus seinen eigenen menschlichen Wunsch über den Willen des Vaters gestellt, wäre er nicht ans Kreuz gegangen.
Dann gäbe es keine Vergebung.
Keine Hoffnung.
Kein ewiges Leben.
Doch Jesus blieb gehorsam.
Er trug unsere Schuld.
Er nahm das Gericht auf sich, das wir verdient haben.
Er starb am Kreuz und stand am dritten Tag von den Toten auf.
Damit jeder, der an ihn glaubt, Vergebung der Sünden und ewiges Leben empfängt.
Das Evangelium beginnt nicht damit, dass dein Wille geschieht.
Es beginnt damit, dass Gottes guter Wille für dich in Jesus Christus Wirklichkeit geworden ist.
Er hat alles vollbracht.
Jetzt ruft er dich, ihm zu vertrauen.
Die Frage ist nicht, ob dein Wille geschieht. Die Frage ist: Wirst du dem vollkommen guten Willen Gottes vertrauen? Er ist nur ein aufrichtiges Gebet entfernt.
