Der heutige Feiertag der Heiligen Drei Könige erzählt eine überraschende Geschichte.
Die drei Könige werden im Neuen Testament nicht einfach Könige genannt, sondern „Weise“.
Menschen, die suchten. Menschen, die erkannten. Menschen, die bereit waren, sich auf den Weg zu machen.
Und schon am Anfang wird etwas Wichtiges deutlich:
Es waren nicht nur die armen Hirten am Kind Jesus.
Ja, sie waren die Ersten – einfach, unbeachtet, vom Rand der Gesellschaft.
Aber kurz darauf standen auch die Weisen aus dem Morgenland dort: gebildet, wohlhabend, einflussreich.
Damit macht Gott von Anfang an klar:
Jesus kam für alle.
Für arm und reich. Für nah und fern. Für Schwache und Mächtige.
Die Weisen brachten Gold, Weihrauch und Myrrhe – kostbare Geschenke.
Doch das Entscheidende war nicht, was sie in den Händen hielten, sondern dass sie ihre Knie beugten.
Sie ehrten Jesus nicht als interessantes Kind, sondern als den König der Könige.
Jesus lag nicht in einem Palast.
Keine Macht, keine Pracht, keine Inszenierung.
Still. Arm. Unspektakulär.
Und doch erkannten sie: Hier ist Gott selbst Mensch geworden.
Die Schrift sagt: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes kommt.
Doch sie sagt auch: Bei Gott ist alles möglich.
Die Weisen sind ein lebendiges Zeugnis dafür.
Denn bei Gott gibt es kein Ansehen der Person.
Keiner ist gerecht – auch nicht einer.
Und genau deshalb dürfen alle gerettet werden: durch Jesus Christus allein.
Die Könige gingen nun wirklich reich zurück –
nicht an Besitz, sondern an Erkenntnis.
Nicht, weil sie mehr hatten, sondern weil sie erkannt hatten, wer er ist.
Und darin liegt die frohe Botschaft:
Wer Jesus erkennt, verliert nichts –
sondern gewinnt alles.