Wilder Penfield war kein Mystiker.
Er war einer der bedeutendsten Neurochirurgen des 20. Jahrhunderts. Ein Mann der Wissenschaft. Bahnbrechend. Präzise. Kühl im Denken. Er operierte Patienten bei vollem Bewusstsein – am offenen Schädel. Während er mit Elektroden bestimmte Hirnareale stimulierte, beobachtete er Reaktionen: Erinnerungen, Bewegungen, Emotionen.
Doch je tiefer er forschte, desto größer wurde eine unbequeme Erkenntnis.
Penfield stellte fest:
Er konnte Erinnerungen auslösen – aber niemand entschied sich freiwillig dafür.
Er konnte Bewegungen provozieren – aber der Patient sagte: „Das habe nicht ich gewollt.“
Und dann sein berühmter Befund:
Das „Ich“ ist nirgends im Gehirn zu lokalisieren.
Weder Wille noch Glaube noch Persönlichkeit.
Etwas Nichtmaterielles arbeitet mit dem Gehirn – aber ist nicht das Gehirn.
Der Mensch ist mehr als Materie.
Mehr als Synapsen. Mehr als Chemie.
Der Geist, die Seele – sie lassen sich nicht sezieren.
Und genau hier scheitert der Mensch, wenn er Gott nur mit dem Verstand sucht.
Denn Gott ist kein Objekt im Gehirn.
Kein Gedanke, den man elektrisch einschalten kann.
Die Bibel sagt es klar:
Nicht der Intellekt findet Gott – das Herz tut es.
Nicht Analyse bringt Nähe – Glaube bringt Beziehung.
Der Verstand kann fragen.
Der Verstand kann zweifeln.
Aber das Herz erkennt.
Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und glaubst in deinem Herzen, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.
Römer 10:9
Darum bleibt Gott dem Hochmut verborgen –
und offenbart sich dem, der sich ihm anvertraut.
Quelle: Vortrag Roger Liebi 06.01.2026