Die größte Stärke

Demut.
Ein Wort, das wir schnell aussprechen – aber selten leben.

Denn ehrlich: Demütig zu sein fällt uns nicht leicht.
Vor allem dann nicht, wenn es unbequem wird.
Wenn wir kritisiert werden. Wenn wir übergangen werden. Wenn wir im Recht sein könnten.

Wir verteidigen uns lieber.
Wir wollen gewinnen, recht behalten, besser dastehen.
Im Alltag zeigt sich das ganz praktisch:
Wir hören nicht richtig zu, weil wir schon die Antwort planen.
Wir vergeben schwer, aber erwarten Verständnis.
Wir helfen – solange es uns nichts kostet.
Und wenn es um Opfer geht, ziehen wir oft eine Grenze.

Den anderen höher achten als sich selbst?
Das klingt gut – bis es uns selbst etwas kostet.

So ist der Mensch von Natur aus:
eher stolz als demütig, eher ich-bezogen als selbstlos.
Bedingungslos aufopfernd? Kaum jemand lebt das wirklich.

Und genau hier steht Jesus völlig anders da.

Er ist nicht nur ein Vorbild – er ist Gott.
Und deshalb ist sein Handeln nicht menschlich nett, sondern göttlich vollkommen.

Er hatte allen Grund, sich über andere zu stellen –
und wählte doch den Weg nach unten.
Er kam nicht, um bedient zu werden, sondern um zu dienen.
Nicht, um zu herrschen, sondern um sich hinzugeben.

Am Kreuz sehen wir die größte Demut:
Der Schöpfer lässt sich von seiner Schöpfung verletzen –
und liebt trotzdem weiter.

Das ist die frohe Botschaft:
Gott fordert nicht zuerst deine perfekte Demut.
Er zeigt sie dir in Jesus –
damit dein Herz verändert wird.

 Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken!
Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen!
Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.

Matthäus 11:28-30

Die größte Stärke ist Demut.

Demut beginnt dort, wo du sagst: Ich brauche Jesus.

Bist du bereit dazu?