Wenn alles einstürzt

Manche Bilder vergisst man nicht.

Der 11. September 2001 ist für viele Menschen ein solcher Moment. Die Bilder der brennenden Türme des World Trade Centers, die Rauchwolken und schließlich der Einsturz der Gebäude haben sich tief in das Gedächtnis eingebrannt.

Etwas, das gewaltig und unerschütterlich erschien, stürzte innerhalb kürzester Zeit ein.

Doch ein Gebäude kann wieder aufgebaut werden.

Man kann Trümmer beseitigen, ein neues Fundament legen und Stein für Stein wieder etwas errichten.

Aber was ist mit einem Menschen?

Ein Mensch ist ebenfalls vergänglich.
Auch unser Leben hat einen Anfang – und ein Ende.

Doch wenn ein Mensch stirbt, können wir ihn nicht einfach wieder aufbauen. Wir können seinen Körper nicht neu zusammensetzen und ihm das Leben zurückgeben.

Und genau hier begegnen wir in der Bibel einer Geschichte, die alles verändert.

Lazarus – tot und wieder lebendig

Lazarus war gestorben. Vier Tage lag er bereits im Grab.

Für die Menschen war die Sache abgeschlossen. Sein Leben war vorbei.

Doch dann kommt Jesus.

Er steht vor dem Grab und ruft:

„Lazarus, komm heraus!“
Johannes 11,43

Und der Tote kommt heraus.

Was für ein Gebäude unmöglich ist, ist für einen Menschen noch viel unmöglicher: Lazarus konnte nicht einfach wieder aufgebaut werden. Er musste wieder lebendig werden.

Und genau das tat Jesus.

Warum?

Weil Jesus nicht nur Macht über Gebäude, Materie oder Krankheit besitzt.

Er ist Herr über das Leben.

Jesus sagt:

„Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“
Johannes 11,25

Das ist gewaltig.

Alles, was wir hier sehen, ist vergänglich. Gebäude werden errichtet und wieder zerstört. Menschen werden geboren und sterben. Generationen kommen und gehen.

Doch Jesus Christus bleibt.

Und deshalb ist auch das, was er gesprochen hat, nicht irgendwann überholt.

Jesus sagt:

„Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.“
Matthäus 24,35

Was vor zweitausend Jahren aus seinem Mund kam, gilt heute noch.

Nicht veraltet.
Nicht überholt.
Nicht bedeutungslos.

Sein Wort steht.

Und jetzt wird es persönlich

Vielleicht schaust du auf dein Leben und denkst: Ich habe doch noch Zeit.

Du baust dir etwas auf. Du arbeitest, planst, sparst, kaufst, gestaltest deine Zukunft. Du denkst an morgen, an nächstes Jahr und vielleicht an deine nächsten Jahrzehnte.

Aber hast du schon einmal ernsthaft darüber nachgedacht, dass auch du vergehen wirst?

Nicht nur die Gebäude dieser Welt.

Du.

Dein Körper wird schwächer werden. Deine Zeit wird weniger werden. Und irgendwann wirst du selbst vor der Grenze stehen, die kein Mensch aus eigener Kraft überwinden kann: dem Tod.

Was wirst du dann haben?

Dein Haus bleibt zurück.
Dein Geld bleibt zurück.
Deine Arbeit bleibt zurück.
Deine Dinge bleiben zurück.

Aber was bleibt für dich?

Und genau hier beginnt die frohe Botschaft.

Denn Jesus Christus kam nicht nur, um Lazarus vorübergehend aus dem Grab zurückzurufen. Lazarus starb später erneut.

Jesus kam, um etwas viel Größeres zu tun:

Er kam, um den Menschen ewiges Leben zu schenken.

Er selbst ging ans Kreuz, trug unsere Schuld, starb und wurde begraben. Doch das Grab konnte ihn nicht festhalten.

Jesus ist auferstanden.

Darum ist unsere Hoffnung nicht in dem, was wir selbst aufbauen können.

Unsere Hoffnung ist in dem, der selbst das Leben ist.

Du kannst dein ganzes Leben damit verbringen, etwas Unerschütterliches auf dieser Erde zu suchen. Aber irgendwann wirst du erkennen:

Alles Sichtbare vergeht.

Darum: Öffne deine Augen, solange du noch Zeit hast.

Du wirst vergehen.
Ich werde vergehen.
Diese Welt, wie wir sie kennen, wird vergehen.

Aber Jesus Christus vergeht nicht. Sein Wort vergeht nicht. Und wer ihm gehört, hat eine lebendige Hoffnung über den Tod hinaus.

Vielleicht ist heute der Moment, an dem du aufhören solltest, dich an das Vergängliche zu klammern.

Ergreife das Unerschütterliche.
Halte dich nicht an dem fest, was dir morgen genommen werden kann.

Halte dich an Jesus Christus.

Denn am Ende ist nicht entscheidend, was du aufgebaut hast.

Die entscheidende Frage lautet:

Bevor dein Leben endgültig einstürzt: 

Hast du Jesus?

Hast du das Unerschütterliche ergriffen – das Unvergängliche?