
Verstehen.
Das ist eines der größten Bedürfnisse des Menschen.
Wir wollen Ursachen kennen, Abläufe erklären, Zusammenhänge beweisen.
Wir wollen wissen, wie etwas funktioniert, bevor wir ihm vertrauen.
Wir lesen Bewertungen, prüfen Zahlen, vergleichen Optionen.
Keiner setzt sich in ein Auto, ohne zu wissen, wo Bremse und Lenkrad sind.
Keiner unterschreibt einen Vertrag, den er nicht zumindest glaubt, verstanden zu haben.
Und doch leben wir ständig von Dingen,
die wir nutzen, ohne sie vollständig zu begreifen.
Keiner versteht Elektrizität bis ins Letzte – und schaltet trotzdem das Licht ein.
Kaum jemand kann erklären, wie Bewusstsein entsteht – und denkt trotzdem.
Wir atmen, lieben, hoffen – ohne alles erklären zu können.
Aber wenn es um Gott geht, drehen wir die Reihenfolge um.
Dann sagen viele:
„Wenn ich es verstehe, glaube ich.“
Die Bibel sagt etwas Radikales:
Durch Glauben verstehen wir.
Nicht umgekehrt.
Durch unseren Glauben verstehen wir, dass die ganze Welt durch Gottes Wort geschaffen wurde, dass alles Sichtbare aus Unsichtbarem entstanden ist.
Hebräer 11:3
Das Übernatürliche lässt sich nicht messen.
Das Göttliche passt nicht in ein Rechenmodell.
Denn Gott ist nicht ein Objekt im Universum –
er ist die Quelle davon.
Darum sagt Jesus nicht:
„Ich erkläre dir den Weg.“
Er sagt:
„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ (Johannes 14:6)
Verstehen beginnt nicht im Kopf,
sondern im Vertrauen auf den, der spricht.
Nicht Glaube an irgendetwas –
sondern an ihn.
Wer Gott erst verstehen will, um ihm zu glauben,
wird an der Oberfläche bleiben.
Wer ihm glaubt,
beginnt zu verstehen.
Und genau dort beginnt die frohe Botschaft:
Der, der alles trägt,
kam in diese Welt.
Er ging den Weg für dich.
Er ist die Wahrheit, die nicht wankt.
Er ist das Leben, das stärker ist als der Tod.
Die Frage ist nicht,
ob du alles verstehst.
Die Frage ist:
Wem vertraust du, um wirklich zu verstehen?