Es gibt Momente im Leben, die niemand gerne ausspricht.
Augenblicke, in denen der Gedanke aufkommt: „Wäre es besser gewesen, nie geboren zu sein?“
Nicht, weil man das Leben hasst – sondern weil es weh tut.
Leid kommt von außen: Verlust, Ungerechtigkeit, Krankheit, Einsamkeit.
Und Leid kommt von innen: Schuld, Scham, innere Leere, Gedanken, die man niemandem zeigt.
Viele tragen diese Fragen still.
Man funktioniert, lacht, macht weiter –
doch im Inneren kämpft man mit einer Last, die schwerer ist als Worte.
Und genau in so eine Welt tritt Gott ein.
Nicht aus der Ferne. Nicht mit Abstand.
Sondern freiwillig.
Selbst die Bibel verschweigt diese Gedanken nicht.
Hiob, ein Mann Gottes, schreit in seinem Leid:
„O dass ich doch nicht geboren wäre!“
(Hiob 3,11)
Gott lässt diesen Schrei stehen, um zu zeigen:
Auch solche Gedanken dürfen vor ihm ausgesprochen werden.
Gott wird Mensch und kommt in eine Realität,
in der sich Menschen wünschen, nie geboren zu sein.
Er kennt Müdigkeit, Ablehnung, Schmerz, Verrat –
nicht vom Hörensagen, sondern aus eigener Erfahrung.
Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war, der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein; sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen; und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz.
Philliper 2:5-8
Das ist Gnade.
Gott bleibt nicht der Unberührbare,
sondern macht sich nahbar, verletzlich, klein.
Und gerade darin erkennen wir, wie groß unser Schöpfer wirklich ist.
Nicht Macht macht ihn groß – sondern Liebe.
Nicht Distanz – sondern Nähe.
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
Johannes 1:1
Wo ist ein Gott wie er?
Einer, der nicht erklärt, warum das Leben schwer ist,
sondern selbst hineingeht.
Einer, der nicht zusieht,
sondern trägt.
Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
Johannes 1:14
Doch eines war Gott von Anfang an klar: Du bist gewollt.
Schon als er den Menschen schuf, wusste er, dass er selbst Mensch werden würde.
Nicht aus Zwang, sondern aus Liebe.
Gibt es einen besseren Ort für dein Herz als bei so einem Gott?