Der Sturm prüft deinen Fokus.

Wir alle fürchten sie: die unerwarteten Wellen, die uns das Leben entgegenschleudert. Diagnose. Verlust. Enttäuschung. Einsamkeit. Ein Wort, eine Entscheidung – und plötzlich rüttelt etwas an unserem Fundament.

Doch Stürme haben eine verborgene Aufgabe: Sie entlarven, worauf wir wirklich schauen.

Die Bibel zeigt uns das in einer eindrücklichen Szene.

 Das Schiff aber war schon mitten auf dem See und litt Not von den Wellen; denn der Wind stand ihnen entgegen. Aber um die vierte Nachtwache kam Jesus zu ihnen und ging auf dem See. Und als ihn die Jünger auf dem See gehen sahen, erschraken sie und sprachen: Es ist ein Gespenst!, und schrien vor Furcht. Jesus aber redete sogleich mit ihnen und sprach: Seid getrost, ich bin’s; fürchtet euch nicht! Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, wenn du es bist, so befiehl mir, zu dir auf das Wasser zu kommen! Da sprach er: Komm! Und Petrus stieg aus dem Schiff und ging auf dem Wasser, um zu Jesus zu kommen. Als er aber den starken Wind sah, fürchtete er sich, und da er zu sinken anfing, schrie er und sprach: Herr, rette mich! Jesus aber streckte sogleich die Hand aus, ergriff ihn und sprach zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt? Und als sie in das Schiff stiegen, legte sich der Wind.

Matthäus 14:24-32


Petrus steigt aus dem Boot – voller Vertrauen – und läuft tatsächlich auf dem Wasser. Solange sein Blick auf Jesus gerichtet ist, trägt ihn das Unmögliche.
Doch in dem Moment, in dem er den Blick auf den Sturm wirft, auf die Wellen, auf die Angst – sinkt er.

Genau das passiert mit uns.

Wir sinken nicht, weil der Sturm zu stark ist,
sondern weil unser Blick zu schwach ausgerichtet ist.

Schau dich um:
Menschen versinken täglich – nicht im Wasser, sondern im Alkohol, in Ablenkung, in Karriere-Überdrehung, in Beziehungen, in Religionen, im Perfektionismus, im Selbstoptimierungswahn.
Nicht, weil sie „es nicht besser wussten“ –
sondern weil der Mensch von Natur aus rebellisch ist, selbst stehen will, Gott nicht vertraut und lieber seinen eigenen Weg geht.
Und genau das lässt uns untergehen.

Wir versuchen Ruhe vor dem Sturm zu finden:
mehr Kontrolle, mehr Sicherheit, mehr Wissen, mehr Festhalten.
Aber das ist nicht das Programm Gottes.

Sein Weg lautet:
Ruhe im Sturm.
Nicht weil wir stark sind, sondern weil Jesus mitten in den Wellen steht.

Seid still und erkennt, dass ich Gott bin

Psalm 46:11

Stürme erinnern uns daran, dass wir nicht geschaffen wurden, um allein zu kämpfen.
Sie lehren uns, den Blick neu auszurichten:
weg von der Angst, hin zu dem, der niemals untergeht.

Und wenn du sinkst?
Dann gilt dir dieselbe ausgestreckte Hand wie Petrus:
„Fürchte dich nicht – ich bin da.“

Solange dein Auge Jesus sucht, sinkst du nicht.