Einer der entscheidendsten Gründe, warum das Wort Gottes unsere Heimat—auch Bayern—so positiv geprägt hat, liegt darin, dass es Menschen über Generationen hinweg daran erinnert hat, dass Würde, Gerechtigkeit und Nächstenliebe nicht menschliche Erfindungen sind, sondern göttliche Zusagen. Wo das Wort Gottes ernst genommen wurde, entstanden Schulen, Krankenhäuser, soziale Verantwortung, Verlässlichkeit und eine Kultur, die den Schwachen im Blick behielt. Das hat unsere Gesellschaft stabil gemacht und uns einen Wohlstand geschenkt, der weit über das Materielle hinausgeht.
Doch genau diese Kraft droht verloren zu gehen, wenn wir uns vom Wort Gottes lösen. Denn dann verschiebt sich die Orientierung: Was früher Halt gab, wird plötzlich relativ; was früher Menschen verband, wird zunehmend austauschbar; und was früher Sinn stiftete, wird heute oft nur noch als Tradition betrachtet. Die Früchte bleiben, aber die Wurzel trocknet aus.
Und genau das sehen wir auch in Gottes eigenem Wort. Der Herr sagt:
„Denn sie sind nicht in meinem Bund geblieben, und ich ließ sie gehen.“
Hebräer 8:9
Diese Worte sind nicht nur Geschichte. Sie sind ein Spiegel. Sie zeigen uns, was passiert, wenn Menschen sich von der Hand lösen, die sie trägt. Wenn wir meinen, ohne Gott auszukommen, lässt er uns unseren Weg gehen – doch dieser Weg führt nie in die Fülle, die wir uns erhoffen.
Darum wäre es für uns heute wichtiger denn je, die Konsequenz zu erkennen:
Wenn wir uns entfernen, verlieren wir.
Wenn wir zurückkehren, finden wir die Hand wieder, die uns versorgt, stärkt und trägt.
Und gerade hier entsteht eine entscheidende Spannung:
Wenn wir spüren, dass uns trotz Fortschritt etwas fehlt—Frieden, Hoffnung, echte innere Klarheit—dann wird deutlich: Wir brauchen mehr als nur Werte, Programme oder menschliche Lösungen. Wir brauchen eine lebendige Beziehung zu Gott selbst.
Kapiers – und loss des Wort Gottes nimmer los.
Vergiss ned, wos i da sogn hob – dein Bayern.
Pfiat Eahna
(Behüte dich Gott)